Die Deutsche Post (DHL), die Österreichische Post oder die Schweizerische Post sind bei weitem nicht die einzigen Unternehmen, die Sie nutzen können, um ein Paket in die USA zu senden. Kurierdienste wie FedEx, UPS, TNT oder DPD sowie verschiedene Online-Versandvermittler sind oft günstiger. Wir haben verglichen, wie Sie ein Paket am preiswertesten in die USA schicken können.

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Inhaltsverzeichnis
Was Sie im Jahr 2026 in die USA schicken dürfen (und was nicht)
Einige Gegenstände dürfen offiziell nicht in die USA gesendet werden, auch wenn sie gelegentlich den Empfänger erreichen. Finden Zollbeamte eine Sendung mit verbotenem Inhalt, wird diese vernichtet. Achten Sie auf die Zollfreigrenzen. Für private Sendungen, die als Geschenk zwischen Privatpersonen gekennzeichnet sind, liegt die Zollfreigrenze bei $100€85,25
Umgerechnet zum Wechselkurs von 1 USD = 0,8525 EUR am 21.01.2026.. Für sonstige Sendungen (Käufe, Handelswaren) ist die Grenze höher (Section 321 de minimis liegt bei €682), jedoch können je nach Inhalt Zölle oder Steuern anfallen. Der durchschnittliche Zollsatz beträgt 5,63 %, hängt aber immer von der Ware ab.🍷 Alkohol
Der Versand von alkoholischen Getränken in die USA über die reguläre Post (DHL, Post.at, Die Post) ist für Privatpersonen faktisch nicht möglich oder strengstens untersagt; dies gilt für Bier, Wein und Spirituosen. Zwar befördern einige private Kurierdienste Alkohol, dies erfordert jedoch spezielle Lizenzen und umfangreiche Dokumentation. Der Versuch, Alkohol per Standardpost zu versenden, verstößt gegen internationale Postabkommen.
🚬 Zigaretten, Zigarren und Tabakwaren
Der Versand von Zigaretten und Kautabak (einschließlich E-Zigaretten und Liquids) in die USA ist aufgrund des „PACT Act“ generell verboten oder stark eingeschränkt. Zigarren dürfen unter strengen Auflagen in begrenzten Mengen versendet werden, unterliegen bei der Ankunft jedoch oft der Besteuerung.
💊 Medikamente
Sie können Medikamente für den persönlichen Gebrauch versenden, sofern der Wirkstoff in den USA nicht verboten ist. Bei verschreibungspflichtigen Medikamenten empfehle ich dringend, eine ärztliche Bescheinigung oder eine Kopie des Rezepts (idealerweise auf Englisch) beizulegen. Die Sendung darf keinen Vorrat für mehr als 90 Tage enthalten.
🥩 Lebensmittel
Der Versand von leicht verderblichen Waren wie Wurst, Fleisch, Milchprodukten, Weichkäse und frischem Obst ist verboten. Hingegen können Sie haltbare Weihnachtsplätzchen, Bonbons, Schokolade, Mehl oder Brot und Backwaren in die USA schicken, idealerweise in der Originalverpackung. Beachten Sie, dass die US-Behörde FDA offiziell für alle Lebensmittelsendungen eine „Prior Notice“ (Voranmeldung) verlangt, auch wenn kleine private Geschenke oft ohne diese durchkommen.
🔥 Sprays und Aerosole
Deodorants, Haarsprays, Sprühfarben und alle anderen Aerosole dürfen aufgrund von Sicherheitsbestimmungen für Druckbehälter im Luftverkehr nicht per Post oder Luftfracht in die USA gesendet werden. Dies gilt strikt für alle Sendungen aus Europa.
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Postdienste in D-A-CH: Porto, Zollformulare und Services
Die nationalen Postgesellschaften (DHL in Deutschland, Österreichische Post, Schweizerische Post) bieten verschiedene Services für den Versand in die USA an. Sie unterscheiden sich in Laufzeit, Höchstgewicht und Preis. Die Kosten lassen sich einfach auf den Webseiten der jeweiligen Anbieter (z. B. DHL.de, Post.at oder Post.ch) berechnen.
Die zulässigen Höchstmaße für ein Standardpaket in die Vereinigten Staaten betragen bei DHL beispielsweise 120 x 60 x 60 cm. Eine Zollinhaltserklärung (CN22 oder CN23) muss außen an der Sendung angebracht sein. Wichtig: Seit einiger Zeit müssen die Daten zum Paketinhalt elektronisch vorab übermittelt werden (EAD – Electronic Advance Data). Nutzen Sie dafür die Online-Frankierung Ihres Anbieters.
✉️ Päckchen und Kleinwaren (Economy/Standard)
Mit diesem Service können Sie leichtere Sendungen (meist bis 2 kg) verschicken. In Deutschland ist dies das „DHL Päckchen XS oder M“, in der Schweiz „PostPac International Economy“. Dies ist die günstigste Option. Die Laufzeit ist länger und eine Sendungsverfolgung oder Versicherung ist oft nicht oder nur gegen Aufpreis enthalten (in DE z.B. „Päckchen mit Nachweis“).
✉️ Standardpaket (Premium/Priority)
Die zuverlässige Option für größere Sendungen. In Deutschland als „DHL Paket International“ (bis 31,5 kg), in Österreich und der Schweiz als Paket „Priority“ bekannt. Die Laufzeit beträgt meist 6–10 Werktage (je nach Region in den USA und Serviceart „Premium“ vs. „Economy“). Eine Sendungsverfolgung und eine Basis-Versicherung sind in der Regel inbegriffen.
✉️ Gedruckte Erzeugnisse / Presse und Buch
Ein Service, der sich eignet, um größere Mengen an Büchern, Magazinen oder Drucksachen zu versenden („Presse und Buch International“). Die Gewichtsgrenzen liegen oft bei bis zu 2 kg oder 5 kg (Direct Bags), die Laufzeiten entsprechen dem Standardversand. Prüfen Sie, ob Ihr lokaler Anbieter diesen Tarif für Privatkunden noch führt.
✉️ Express-Versand (DHL Express / EMS)
Die schnellste postalische Option in die USA (z. B. „DHL ExpressEasy“ oder „EMS“ in Österreich/Schweiz). Das Paket wird priorisiert behandelt und oft innerhalb von 2–4 Werktagen zugestellt. Diese Option bietet detailliertes Tracking, ist aber deutlich teurer als das Standardpaket.
📦 Versicherung und Haftung
Wenn Sie Schmuck, Wertsachen oder teure Elektronik versenden, achten Sie auf die Haftungsgrenzen. Ein Standardpaket bei DHL ist beispielsweise meist bis 500 EUR (ca. €469) versichert. Für höhere Werte müssen Sie eine zusätzliche Transportversicherung abschließen. Stellen Sie sicher, dass der Wert die zulässigen Höchstgrenzen für den Import in die USA nicht überschreitet.
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Wie man am günstigsten ohne die Post in die USA versendet
Pakete in die USA können auch über private Kurierdienste verschickt werden. Für schwerere oder sperrige Güter sind diese oft günstiger und zuverlässiger als die Staatspost. Zu den bekannten Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz gehören UPS, FedEx, TNT und DPD.
Für Privatkunden mit einem einzelnen Paket sind die direkten Tarife dieser Kuriere oft sehr hoch. Daher lohnt es sich, die Dienste eines „Versandvermittlers“ (Reseller oder Aggregator) zu nutzen. Diese Vermittler buchen große Volumina und erhalten Mengenrabatte, die sie an den Kunden weitergeben.
In der Praxis funktioniert das einfach: Sie füllen online ein Formular mit den Paketdaten aus, vergleichen die Preise und wählen einen Anbieter (z. B. UPS oder FedEx) aus. Sie zahlen das Porto online, drucken das Label und lassen das Paket abholen oder bringen es zu einem Shop.
📦 Online-Versandvergleich
Verschiedene Portale ermöglichen es Ihnen, die Versandkosten in die USA über mehrere Anbieter hinweg zu vergleichen. Das zulässige Gewicht kann hier oft bis zu 50 kg oder mehr betragen, was über den Limits der normalen Post liegt.
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Häufig gestellte Fragen zum Paketversand in die USA
Wie schreibe ich eine amerikanische Adresse richtig?
Die Adresse unterscheidet sich leicht vom gewohnten Format in DACH. In der ersten Zeile steht der Name, darunter folgt zuerst die Hausnummer und dann der Straßenname. Darunter folgen die Stadt, der Bundesstaat (als Kürzel) und der ZIP Code (Postleitzahl). In die letzte Zeile kommt „USA“. Ein Beispiel finden Sie im Artikel wie man eine amerikanische Adresse richtig schreibt.Wo bekomme ich das Zollformular für internationale Sendungen?
Handschriftliche Formulare werden zunehmend durch digitale Daten ersetzt. Für Sendungen in die USA ist die elektronische Übermittlung von Zolldaten (EAD) verpflichtend. Wir empfehlen, die „Online-Frankierung“ der Deutschen Post/DHL, der Österreichischen Post oder der Schweizerischen Post zu nutzen. Dabei geben Sie den Inhalt digital ein, bezahlen das Porto und drucken das Label inklusive der harmonisierten Zollcodes aus. Wenn Sie dies in der Filiale erledigen lassen, kann eine Servicegebühr anfallen. Für Warenwerte über €682 kann der Spediteur eine detailliertere Handelsrechnung (Commercial Invoice) verlangen.





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